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VESA-Norm einfach erklärt – die richtige Monitor- & TV-Halterung sicher finden

Die VESA-Norm (oft auch „VESA-Standard“ genannt) beschreibt das Befestigungs-Lochbild auf der Rückseite von Monitoren und Fernsehern. Gemeint sind die vier Gewindebohrungen, an denen Wandhalterungen, TV-Deckenhalter, Monitorarme oder Standfüße befestigt werden. Die Norm gibt dabei zwei Werte in Millimetern an: den horizontalen Abstand der Bohrungen (Breite) und den vertikalen Abstand (Höhe). Beispiel: Wenn die Bohrungen oben links zu oben rechts 400 mm auseinanderliegen und oben zu unten 200 mm, dann lautet der Standard VESA 400 × 200.

Warum das wichtig ist: Eine Halterung passt nur dann sicher und korrekt, wenn das VESA-Lochbild des Geräts zur Halterung kompatibel ist. Stimmt das Lochbild nicht überein, lässt sich der Fernseher entweder gar nicht montieren oder nur „irgendwie“ mit unsicheren Lösungen. VESA sorgt also für Kompatibilität, Stabilität und eine sichere Montage. Gleichzeitig hilft der Standard dabei, Fehlkäufe zu vermeiden: Wer den VESA-Wert kennt, kann gezielt eine passende Halterung auswählen, statt nach Zollgröße zu raten.

Wo finde ich die VESA-Aufnahme? In den meisten Fällen sitzt sie mittig auf der Rückseite des TV/Monitors, häufig dort, wo auch der Standfuß befestigt war. Man erkennt sie an vier Gewindebohrungen, die ein Rechteck (oder Quadrat) bilden. Bei manchen Geräten sind die Löcher durch Abdeckungen verdeckt oder sitzen etwas versetzt. Wenn du keine Gewindebohrungen findest, kann das Gerät entweder keine VESA-Aufnahme besitzen oder sie ist versteckt. In solchen Fällen können Adapterlösungen helfen.

So ermittelst du den VESA-Standard richtig (in 2 Minuten):

  1. Gerät sicher ablegen (weiche Unterlage), damit nichts verkratzt.

  2. Die vier Gewindebohrungen suchen.

  3. Horizontal messen: Abstand von Lochmitte zu Lochmitte zwischen den beiden oberen (oder unteren) Gewindelöchern.

  4. Vertikal messen: Abstand von Lochmitte zu Lochmitte zwischen einem oberen und dem darunterliegenden Gewindeloch.

  5. Ergebnis notieren: Breite × Höhe in mm, z. B. 400 × 200.

Wichtig beim Messen: Bitte immer „Mitte zu Mitte“ messen, nicht Außenkante zu Außenkante. Wenn du nur ein Lineal hast, kannst du von Außenkante links bis Außenkante rechts messen und anschließend den Lochdurchmesser gedanklich abziehen, aber am saubersten ist Mitte–Mitte. Manche TVs haben außerdem Langlöcher oder leicht versetzte Bohrungen; dann ist der Abstand der Gewindezentren maßgeblich.

„Fasernorm“: Im Bereich TV-/Monitor-Halterungen ist „Fasernorm“ kein geläufiger Standardbegriff. In der Praxis ist damit fast immer die VESA-Norm gemeint (also das Lochbild für Halterungen). Du kannst diesen Begriff trotzdem als „Suchbegriff“ auffangen, weil viele Nutzer das so eingeben, aber fachlich korrekt ist: VESA-Norm / VESA-Standard.

Welche Geräte passen zu welchem VESA? Eine hundertprozentige Zuordnung nach Zollgröße gibt es nicht, weil Hersteller Konstruktionen ändern können. Trotzdem gibt es typische Bereiche, die Laien sehr helfen. Als Faustregel gilt: Je größer und schwerer der Bildschirm, desto größer ist meist auch das VESA-Lochbild. Kleine Monitore nutzen oft 75×75 oder 100×100. Mittelgroße TVs liegen häufig bei 200×200 oder 400×200. Große Fernseher nutzen oft 400×400, 600×400 oder noch größer. Entscheidend ist am Ende immer die Messung oder das Datenblatt.

Bekannte VESA-Normen (Lochbild in mm) mit typischen Einsatzbereichen:

  • 75×75: häufig kleine Monitore (typisch ca. 13–24 Zoll)

  • 100×100: sehr häufig bei Monitoren und kleineren TVs (typisch ca. 17–27 Zoll)

  • 100×200: bei einigen Monitoren/kleinen TVs und Spezialdisplays (typisch ca. 22–32 Zoll)

  • 200×100: bei breiteren Displays/Bestimmten TVs (typisch ca. 29–34 Zoll, je nach Bauform)

  • 200×200: häufig bei TVs (typisch ca. 32–43 Zoll)

  • 300×200 / 300×300: häufig bei TVs (typisch ca. 40–55 Zoll)

  • 400×200: sehr häufig bei TVs (typisch ca. 40–60 Zoll)

  • 400×300 / 400×400: häufig bei TVs (typisch ca. 49–75 Zoll)

  • 500×400: bei größeren TVs (typisch ca. 55–80 Zoll)

  • 600×200 / 600×400: große TVs (typisch ca. 65–85 Zoll)

  • 800×400 / 800×600: sehr große TVs/Displays (typisch ca. 75–100+ Zoll)

Zusätzlich zur VESA-Norm ist die Traglast entscheidend: Eine Halterung muss nicht nur das richtige Lochbild unterstützen, sondern auch das Gewicht des Geräts sicher tragen können. Das Gerätegewicht findet man im Handbuch oder Datenblatt (meist ohne Standfuß). Als Sicherheitsreserve ist es sinnvoll, eine Halterung zu wählen, deren maximale Traglast deutlich über dem Gerätegewicht liegt.

Auch die Schrauben spielen eine Rolle: VESA beschreibt nur die Lochabstände, nicht automatisch die Schraubenlänge oder die exakte Gewindegröße. Häufig kommen bei Monitoren eher kleinere Schrauben (z. B. M4) vor, bei TVs oft größere (z. B. M6 oder M8). Die passende Schraubenlänge hängt davon ab, wie tief die Gewindebuchse im Gerät sitzt und ob Abstandshalter verwendet werden. Viele Halterungen liefern ein Schraubenset mit; wenn nicht, hilft ein VESA-Schraubenset oder ein Blick ins Handbuch des TVs.

Wann braucht man Abstandshalter? Wenn die Rückseite des TVs nicht flach ist (z. B. wegen Wölbung, Designkanten, Kabelkanal) oder wenn Anschlüsse und Gehäuseteile im Weg sind, sorgen Abstandshalter für den nötigen Abstand zur Halterung. Das verhindert, dass der TV „kippelt“ oder dass Kabel gequetscht werden.

Welche Halterungsart ist sinnvoll?

  • Starr (flach): ideal, wenn der TV gerade an die Wand soll und der Blickwinkel passt.

  • Neigbar: sinnvoll gegen Spiegelungen oder wenn der TV etwas höher hängt.

  • Schwenkbar: ideal bei Sitzgruppen, Ecken oder wenn man den TV drehen möchte.

  • Monitorarm: perfekt für Ergonomie am Arbeitsplatz, Höhenverstellung und flexible Position.

Was tun, wenn der TV keine VESA-Aufnahme hat oder das Lochbild nicht zur Halterung passt?
In solchen Fällen helfen VESA-Adapter. Adapterplatten können eine fehlende VESA-Aufnahme nachrüsten (je nach Gerätetyp) oder ein vorhandenes Lochbild auf ein anderes Maß „übersetzen“ (z. B. von 100×100 auf 200×200 oder von 400×200 auf 400×400, wenn die Halterung das erfordert). Wichtig ist: Auch beim Adapter müssen Traglast und Stabilität passen, und es sollte eine saubere, sichere Lösung sein.

Kurze Checkliste, damit Käufer sofort die richtige Lösung finden:

  1. VESA-Maß am Gerät messen oder im Datenblatt prüfen (Breite × Höhe in mm).

  2. Gewicht des Geräts ohne Standfuß prüfen.

  3. Halterung wählen, die VESA-Maß unterstützt und ausreichend Traglast hat.

  4. Schrauben/Abstandshalter berücksichtigen (Rückseite flach oder gewölbt?).

  5. Bei fehlender Aufnahme oder abweichendem Lochbild: passenden VESA-Adapter einsetzen.

Quellen:
Video Electronics Standards Association (VESA): Informationen zu Standards und der Flat Display Mounting Interface (FDMI) / MIS-Klassifizierung
Wikipedia/Übersicht FDMI: Hintergrund zur VESA-Montageschnittstelle und Bezeichnungen
Hersteller-Datenblätter und Handbücher (TV/Monitor): VESA-Maß, Gewindegröße und Schraubenlänge je Modell
Produktdaten von Halterungsherstellern: unterstützte VESA-Maße und maximale Traglast

 

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